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Glasfaserausbau in Prenzlau

Eine runde Sache

Der Glasfaserausbau in Prenzlau geht voran und das Netz wächst ständig. Das lässt sich gerade gut in der Bergstraße beobachten: Hier rüstet die Kabelservice Prenzlau GmbH (KSP), eine Tochter der Stadtwerke Prenzlau, bekannt durch die Produkte UckerNet, einen ganzen Straßenzug mit 58 Wohneinheiten mit Glasfaser aus.

Michael Stutzke, Leiter Telekommunikation bei der KSP, an der Baustelle in der Bergstraße. Die gesamte Straße bekommt Glasfaser in jede Wohnung.
Fotos (2): SPREE-PR/Petsch

„Das Besondere an dem Projekt ist, dass wir eine Neuverkabelung im Haus auf Netzebene 4 vornehmen, also alle Glasfaseranschlüsse direkt an jede Wohneinheit anlegen“, erklärt der Leiter Telekommunikation bei der KSP, Michael Stutzke. „Wir hoffen natürlich, dass viele Mieter unser Angebot nutzen wollen.“ Da alle Medien auf Endgeräten wie Smart-TV, PC, Smartphone und Tablet mit immer höherer Auflösung konsumiert werden, müssen die Datenübertragungsraten bei der Entwicklung Schritt halten. Sei es im Haushalt oder beim Gewerbe.

Streamen mit 10 Gbit/s

Die Vorteile liegen auf der Hand: Mit Glasfaser kann man viel höhere Bandbreiten übertragen. „In unserem Netz sind es aktuell 10 Gbit/s symmetrisch, also im Down- und Upstream gleichzeitig“, weiß Michael Stutzke. „Des Weiteren ist Glasfaser resistent gegen Umwelteinflüsse wie zum Beispiel Blitzeinschläge. Nur gegen Bagger ist ein Glasfaserkabel allergisch.“

Das wegweisende Vorhaben in der Bergstraße wird in Kooperation mit den Vermietern, den Wohnungsbaugesellschaften, realisiert und soll noch im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen sein. Zudem wird in der Freyschmidtstraße gerade ein Bürogebäude mit 14 Firmen an das Glasfasernetz angeschlossen.

Michael Stutzke in der Schaltzentrale: Hier laufen alle Glasfaserkabel zusammen.

Bauarbeiten bündeln

Weitere wichtige Bausteine beim Glasfaserausbau sind Weitsicht und eine enge Verzahnung mit anderen Infrastrukturprojekten: So werden im Zuge des Fernwärmeausbaus in Prenzlau bereits sogenannte Glasfaser-Leerrohre verlegt, in die später nur noch Glasfaserkabel eingeschossen werden müssen. Solche Baustellen-Synergien sparen nicht nur Kosten, es ist auch ein effizienter Weg, um Bauarbeiten zu bündeln und die Belastung für Anwohner zu reduzieren.

Auch wenn heute schon alle Telekommunikations-Neuanschlüsse UckerNet der Kabelservice Prenzlau mit Glasfaser angebunden werden, gibt es noch viel zu tun. Stand April 2025 werden noch 2.574 Kunden über das bestehende Kupfernetz versorgt. Letzteres wurde in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert, sodass auch über Kupfer bereits Gigabitgeschwindigkeiten möglich sind. „Langfristig gesehen, sollen alle Haushalte und Firmen in Prenzlau und Templin zuverlässig mit Glasfaser versorgt werden können“, steckt der Leiter Telekommunikation das Ziel der KSP ab.